Die Phlebographie

Die Phlebographie ist eine Darstellung des Venensystems mit Hilfe von Röntgenstrahlen. Um die Venen auf dem Röntgenbild sichtbar zu machen, müssen sie jedoch vorher mit Kontrastmittel aufgefüllt werden. Dafür punktiert der Untersucher eine Vene auf dem Fußrücken des Patienten und spritzt das Kontrastmittel langsam ein. Dieses verteilt sich innerhalb von kurzer Zeit in den Venen des Beines. Wie bei der Untersuchung mit Doppler-Ultraschall wird der Patient zu Atemmanövern aufgefordert, so dass man eine Schädigung der Venenklappen erkennen kann. Dies wird auf mehreren Röntgenaufnahmen festgehalten, auf denen erweiterte Venenabschnitte, Gefäßverschlüsse oder Gefäßeinengungen im Allgemeinen gut zu erkennen sind.

Die Nebenwirkungen dieser Methode bestehen in einer möglichen Reizung der Einstichstelle, die sich auch selten zu einer oberflächlichen Venenentzündung oder gar einem Venenverschluss ausweiten kann. Bei manchen Patienten besteht eine Unverträglichkeit gegen das Kontrastmittel, wodurch es im schlimmsten Fall zu einem allergischen Schock kommen kann. Der behandelnde Arzt wird deshalb immer vor der Untersuchung fragen, ob eine eventuelle Kontrastmittelunverträglichkeit bekannt ist. Auch wird er sich nach Erkrankungen der Schilddrüse erkundigen, da die Kontrastmittel im Allgemeinen Jod enthalten und somit eine eventuelle Überfunktion verschlimmern können.

Diese Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren jedoch immer seltener geworden, da durch bessere Geräte weniger Kontrastmittel zur guten Darstellung der Gefäße benötigt wird und auch verträglichere Kontrastmittel eingesetzt werden.

letzte Aktualisierung dieser Seite am: 25.01.2017
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