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Was ist eine Verödungsbehandlung und wie wird diese durchgeführt?

Bei der Verödung (Sklerosierung) wird ein Verödungsmittel mit einer feinen Nadel direkt in die Krampfader gespritzt. Durch den Kontakt des Mittels mit der Wand der Krampfader kommt es zu einer Oberflächenveränderung, die letztendlich zum Verschluss des Gefäßes führt. Durch anschließende Abbauprozesse verschwindet die Krampfader im Idealfall völlig. Die heute zur Verfügung stehenden Verödungsmittel sind alle seit Jahren erprobt. Die Einspritztechniken werden nach unterschiedlichen Schulen eingeteilt, ohne dass sich bisher eine Technik zweifelsfrei gegenüber den anderen hätte durchsetzen können.

Verödung von Besenreisern am Oberschenkel einer Patientin - A: Ansetzen der feinen Spritze
Verödung von Besenreisern am Oberschenkel einer Patientin
A: Ansetzen der feinen Spritze
Verödung von Besenreisern am Oberschenkel einer Patientin - B: Injektion des Verödungsmittels
B: Injektion des Verödungsmittels

Die Verödung wird meistens in mehreren Sitzungen durchgeführt, zum Abschluss sind oft 1-2 Sitzungen zur Nachschau vorgesehen. Dabei können kleine Blutgerinnsel aus den behandelten Venen mit kleinen Einstichen entfernt werden. Bei einer Kontrolle ca. 6 Monate nach der Therapie werden noch einmal verbliebene Krampfadern nachverödet. In der Zeit direkt nach der Behandlung muss ein Kompressionsverband oder ein Kompressionsstrumpf getragen werden. Für wie lange dies erfolgen muss, hängt von der individuellen Ausprägung der behandelten Krampfadern ab und wird vom Therapeuten festgelegt.

Krampfadern sind ein chronisches Leiden. Vor der Bildung neuer Krampfadern kann auch die beste Operations- oder Verödungstechnik nicht mit letzter Sicherheit schützen. Kontrollen sind daher auch später - zumeist werden jährliche Abstände empfohlen - angezeigt.

letzte Aktualisierung dieser Seite am: 25.01.2017
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