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Die Reisethrombose wurde bisher zumeist mit langen Flugreisen in Verbindung gebracht. Wie eine Studie aus Leiden in den Niederlanden an 1906 Patienten mit Beinvenenthrombose oder Lungenembolie zeigte, ist das Risiko jedoch unabhängig vom Transportmittel (PloS Medicine 3, 2006, 1 zitiert nach Ärztezeitung Onlineversion vom 04.09.06). Ab vier Stunden bewegungslosem Sitzen, ob im Bus, Flugzeug oder einem anderen Fahrzeug, ist das Thromboserisiko doppelt so hoch wie in einer Kontrollgruppe, die nicht gereist ist. Längere Reisezeiten haben das Risiko nicht weiter gesteigert. Patienten hingegen, die aus anderen Gründen bereits ein erhöhtes Thromboserisiko haben, sind durch das Reisen zusätzlich erheblich höher gefährdet. So führt die Einnahme der Pille normalerweise zu einem vierfachen Thromboserisiko. Nach vier Stunden Reise ist dieses Risiko jedoch insgesamt verzwanzigfacht! Übergewicht führt gemeinsam mit einer vierstündigen Reise zu einem zehnfachen Thromboserisiko. Ein neuer Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Körpergröße. Menschen mit einer Körpergröße von mehr als 190 cm haben siebenmal und Menschen unter 160 cm haben fünfmal häufiger eine Thrombose als Nicht-Reisende. Als Ursache wurde das beengte Sitzen für die Großen angegeben. Die Kleinen hingegen erreichen mit den Füßen im Sitzen nicht den Boden, was zu einem "Einknicken" beim Hängenlassen der Beine führt.
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