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Aloe vera macht in jüngster Zeit als Wunder- und Allheilmittel Karriere. Während Aloe in der Vergangenheit aus eingedampften Blättern seiner abführenden Wirkung wegen angewandt wurde, werden aktuell aus geschälten Blättern Gele zur Anwendung auf der Haut und Wunden angeboten. Es gibt in der Tat Studien, die für Aloe-Gel eine Förderung einzelner Wundheilungsprozesse nachweisen, so dass hier durchaus ein interessanter Ansatz besteht. Leider sind die Untersuchungen auf die am Markt erhältlichen Produkte nicht oder nur sehr eingeschränkt übertragbar, da Studien mit unterschiedlichsten, oft nicht näher definierten Aloe-Gelen gemacht wurden, deren Herstellung und Zusammensetzung unklar ist.
Herstellung, Zusätze und Verunreinigungen sind jedoch entscheidend für Wirkung und unerwünschte Wirkungen. Des weiteren sind auch die am Markt befindlichen Produkte nicht vergleichbar. Schon die botanische Zuordnung der eigentlich verwendeten Pflanzen bleibt oft unklar.
Quelle: Lampert S., Länger R., Aloe – aus der Wüste auf die Wunde? Ärztliche Praxis Dermatologie 6/Dezember 2003, 28f |